
Das Aperschnalzen oder Faschingsschnalzen wie man es auch nennt, wird nur im bayerischen Raum und im Salzburger Flachgau ausgeübt. Geschnalzt wird nur in den Wintermonaten, zwischen Stephani-Tag (26. Dezember) und Faschingsdienstag.
Wann bei den Grenzlandler zum ersten Mal geschnalzt wurde, geht leider aus den schriftlichen Aufzeichnungen des Vereins nicht hervor.
Sicher ist allerdings, dass am 2. Februar 1948 der 1. Schnalzerball beim „Ganslmeier“ statt fand. Nachmittags zogen die Passen aus der näheren und weiteren Umgebung in Laufen ein. Geschnalzt wurde am Marienplatz. Die Zuschauer zeigten ihre Freude über das Spektakel durch „Zigaretten-Spenden“ an die Schnalzer. Im Januar 1950 wurde unser Verein nach Oberndorf (Österreich) eingeladen, um dort auf der Brückenstraße zu schnalzen. Auch eine Kinderpasse war damals dabei.
Das Gruppenschnalzen der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ richtete der Trachtenverein Laufen am 28. Januar 1968 zum ersten Mal auf der „Bergerwiese“ aus. 12 Passen beteiligten sich daran. Fünf Jahre später – 1973 – fand das 19. Rupertigaupreisschnalzen auf der Sappelhöhe statt. Die Zahl der Passen betrug jetzt schon 65, darunter waren 16 Jugendpassen. Auf Veranlassung des Trachtenvereins fand am 8. Februar 1981 ein Gemeindeschnalzen am Stadtplatz mit anschließendem Schnalzerball beim "Ganslmeier" statt. Ihr Können mit der Goaßl konnten einige Schnalzer im Mai 1983 in Brioude (Frankreich) zeigen. Von 1984 bis 1990 organisierte der Verein jedes Jahr einen „Grenzlandball“. Vor dieser Veranstaltung wurde immer am Marienplatz geschnalzt. Bei der Eröffnungsfeier zur Europameisterschaft im Eisstockschießen 2005 in Bad Reichenhall durfte eine Passe in der Eishalle schnalzten.
Unsere Schnalzer beteiligen sich jedes Jahr am Schnalzen „Rund um den Waginger See“ und am „Ruperti-Gaupreisschnalzen“. Große Verdienste um die „Schnalzer-Sache“ hat sich unser verstorbener Ehrenvorstand Hans Lobmayr erworben. Er war 1957 ein Mitbegründer der Schnalzervereinigung des Rupertiwinkels und übernahm damals das Amt des 1. Vorstands. Diese Tätigkeit übte er bis 1979 aus.
Derzeit hat der Verein 2 Erwachsenen-Passen und 3 Jugendpassen. Für die Herstellung und Unterhaltung der Goaßln sowie für den Schnalzernachwuchs sorgt seit über 15 Jahren Willi Wimmer in unermüdlicher Weise. Den größten Erfolg hatte die Jugendpasse im Jahr 2000 beim 47. Ruperti-Gaupreisschnalzen in Tittmoning mit dem 3. Platz und die allgemeine Passe Laufen II 2007 mit dem 18. Platz in Gois.